Assam-Tee, die unverwechselbare Power-Variante unter allen Schwarztees - Nibelungentee

Assam-Tee, die unverwechselbare Power-Variante unter allen Schwarztees

von Daniel

Assam-Tee zeichnet sich durch seinen kräftigen, malzigen Geschmack und seine robuste Herkunft aus dem indischen Brahmaputra-Tal aus, was ihn zu einem der markantesten Schwarztees macht. Im Gegensatz zu zarteren Sorten wie Darjeeling bietet er eine volle, würzige Note mit hohem Koffeingehalt, die ihn ideal für den Morgen macht.

Einzigartiger Geschmack und Aroma

Assam-Tee entfaltet ein intensives Malz-Aroma mit süßlichen und manchmal karamellartigen Noten, das durch die Camellia sinensis var. assamica Pflanze und das tropische Tieflandklima entsteht. Die Tasse wird dunkel kupferrot bis bernsteinfarben, mit einer vollmundigen Textur und leichter Adstringenz durch hohe Tannine. Hochwertige Varianten wie TGFOP zeigen goldene Tips für extra Süße und Komplexität.

Botanische Besonderheiten

Anders als die kleinblättrige China-Variante (sinensis) hat die assamica Pflanze große, robuste Blätter, die mehr Koffein und Aromastoffe produzieren – perfekt angepasst an Assam’s feuchtheißes Klima und fruchtbare Böden. Ernten wie Second Flush (Mai/Juni) liefern die malzigsten Blätter, während orthodoxe Verarbeitung feinere Aromen erhält als CTC für Teebags.

Tee aus dem Brahmaputra-Tal

Das Brahmaputra-Tal in Assam, Nordostindien, ist die Wiege des weltberühmten Assam-Tees und zeichnet sich durch einzigartige geographische Bedingungen aus.

Geographische Lage und Ausdehnung

Das Tal erstreckt sich über etwa 1000 km Länge und 80–100 km Breite entlang des mächtigen Brahmaputra-Flusses, der aus dem Himalaya kommt und hier bis zu 10 km breit wird. Es liegt zwischen dem Himalaya im Norden und den Hügeln von Meghalaya sowie Nagaland im Süden, mit fruchtbaren Alluvialböden aus Monsun-Sedimenten.

Boot auf dem Brahmaputra-Fluss in der Abendsonne

Klima und Boden – Ideal für Tee

Subtropisches Monsunklima mit hohen Niederschlägen (2000–4000 mm jährlich), feuchter Hitze und Temperaturen von 20–35 °C fördert die robuste Camellia sinensis var. assamica. Die löss- und sandreichen Böden speichern Wasser optimal und liefern Mineralien für das malzige Aroma des Tees.

Bedeutung für Assam-Tee-Produktion

Über 50% der indischen Teeproduktion entstammt diesem Tal; der Fluss sorgt für Bewässerung und Transport, während Nebel und Schatten der Hügel die Blätter schützen. Jährliche Überschwemmungen erneuern Böden natürlich, machen aber Anbau anspruchsvoll.

Flora, Fauna und Kultur

Dichte Regenwälder, Elefanten, Tiger und Nashörner im Kaziranga-Nationalpark prägen die Region; Ahom- und Bodo-Kulturen leben vom Teeanbau. UNESCO-geschützte Gärten unterstreichen den globalen Wert.

Kaziranga-Nationalpark

Vergleich zu anderen Schwarztees

  • Assam:
    Malzig, würzig, vollmundig
    Koffein: hoch
  • Darjeeling:
    Blumig, muskatelig, leicht
    Koffein: Mittel
  • Ceylon:
    Frisch, blumig, mittelkräftig
    Koffein: Mittel

Koffeingehalt

Der hohe Koffeingehalt kann anregend und konzentrationsfördernd wirken, ist aber sanfter als Kaffee durch die Gerbstoffe; Antioxidantien (Polyphenole) können Zellen schützen, Vitamin B1 kann die Nerven unterstützen. Er kann die Verdauung fördern (als Digestif), doch maximal 5 Tassen täglich werden empfohlen.

Eine junge Frau in Business-Kleidung genießt eine Kaffeepause, während sie an einem modernen Schreibtisch entspannt mit hochgelegten Füßen an ihrem Laptop arbeitet, in einer Home-Office-Umgebung. Die Atmosphäre ist ungezwungen und produktiv. Koffein kann für einen Produktiven Start in den Tag sorgen

Warum hat gerade Assam Tee einen der höchsten Koffeingehalt

Assam-Tee hat einen besonders hohen Koffeingehalt durch die robuste Teepflanze Camellia sinensis var. assamica, die natürlicherweise mehr Koffein produziert als die kleinblättrige China-Variante (sinensis). Junge Blätter und das tropische Klima im Brahmaputra-Tal verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Hauptgründe für den hohen Koffeingehalt

Die assamica-Pflanze hat große Blätter mit höherer Koffeinproduktion als Schutz vor Insekten und Sonneneinstrahlung – ein evolutionärer Vorteil in Assams feuchtheißem Tiefland.
Jüngere Ernteblätter (z. B. Tips in TGFOP-Sorten) enthalten am meisten Koffein, da sie empfindlicher sind und sich stärker schützen müssen.
Vollständige Oxidation zu Schwarzem Tee und heiße Zubereitung (95–100 °C, 3–5 Min.) lösen bis zu 50–70 mg pro Tasse frei, mehr als bei Darjeeling.

Vergleich Koffeingehalt (pro Tasse) mit anderen Teesorten

  • Assam:
    ca. 50-70 Koffein (mg)
    Grund: Pflanze: Assamica + junge Blätter
  • Darjeeling:
    ca. 30-50 Koffein (mg)
    Grund: Pflanze: Sinensis, höher gelegen
  • English Breakfast:
    ca. 40-60 Koffein (mg)
    Grund: Assam-Anteil dominiert
  • Grüner Tee:
    ca. 20-40 Koffein (mg)
    Grund: Weniger Oxidation

Vorteile der langsamen Freisetzung

Gerbstoffe (Tannine) binden Koffein im Assam-Tee, sodass es sanfter und länger wirkt als bei Kaffee – ideal für den Morgen ohne Crash.

Assam-Tees Ursprungsgeschichte

Die Geschichte des Assam-Tees begann im frühen 19. Jahrhundert mit der Entdeckung wilder Teepflanzen durch Briten, die das britische Tee-Monopol aus China brechen wollten.
Das Monopol brach allgemein durch indischen Tee (später Darjeeling, Nilgiri), aber Assam war der Startpunkt für kommerziellen Massenanbau außerhalb Chinas – „der Startschuss“. China dominierte bis 1839; Assam machte Indien zum Zweitproduzenten.

Entdeckung und Pionierzeit

1823 entdeckte der schottische Abenteurer Robert Bruce die heimische Camellia sinensis var. assamica im Regenwald von Assam, als er sah, wie Singhpo-Stämme daraus Tee zubereiteten. Sein Bruder Charles legte 1830 die erste Plantage an und holte chinesische Arbeiter für die Verarbeitung.

Der schottische Abenteurer Robert Bruce entdeckt die heimische Camellia sinensis var. assamica im Regenwald von Assam, als er sah, wie Singhpo-Stämme daraus Tee zubereiteten

Kommerzialisierung durch Briten

1838 segelte die erste Sendung nach London; Lord William Bentinck gründete 1839 die Assam Tea Company für Massenproduktion. Bis 1850 explodierte der Export, da Assam-Tee robust und malzig war – ideal für Milchtee und das englische Wasser.

Die Assam Tea Company gibt es heute noch aber unter dem Namen Assam Company Ltd.

Meilensteine der Entwicklung

  • 1834–1838:
    Erste Plantagen in Chengrabari und Tingri; chinesische Technik trifft indische Pflanze
  • 1870er:
    Eisenbahnen (z.B. nach Dibroogarh) ermöglichen Boom; Assam wird 50% der indischen Produktion
  • Heute:
    Über 800 Gärten, Fokus auf Bio und orthodoxe Verarbeitung

Diese Kolonialgeschichte machte Assam zum Tee-Riesen, mit Wurzeln in lokaler Tradition und britischer Unternehmenslust.

Zubereitungstipps:

Zubereitung: 2–3 g pro 250 ml, 95–100 °C, 3–4 Minuten ziehen lassen – mit Milch oder Zucker für klassischen Chai. Lagern Sie kühl und dunkel, um Aromen zu erhalten. Probieren Sie unsere Assam-Sorten für den echten „einzigartigen“ Genuss aus dem grünen Dschungel!

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