Rooibos hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Klassiker entwickelt, vor allem bei allen, die koffeinfreien Tee suchen. Dieser Kräutertee aus der Rotbuschpflanze schmeckt mild, leicht süßlich und erinnert an Holz oder Vanille, ohne jemals bitter zu werden. Er kommt ausschließlich aus den Bergen Südafrikas und bringt nicht nur Geschmack mit, sondern auch entspannende Eigenschaften. Hier tauchen wir tiefer ein.
Woher kommt Rooibos eigentlich?
Die Pflanze Aspalathus linearis wächst nur in der Cederberg-Region im Westkap, wo das trockene Klima und der sandige Boden ideale Bedingungen schaffen. Die Khoikhoi, ein indigenes Volk, nutzten die nadelartigen Blätter schon vor über 300 Jahren als Getränk und Heilmittel. Sie hackten sie mit Äxten klein, häuften sie zum Fermentieren an und trockneten sie in der Sonne, bis sie diese typische rote Farbe annahmen.

Erst im 20. Jahrhundert wurde Rooibos kommerziell: Der russische Händler Benjamin Ginsberg sah das Potenzial und brachte ihn zu Siedlern, die schwarzen Tee aus Europa nicht mehr bezahlen konnten. Später half der Arzt Le Fras Nortier beim Anbau, sodass heute Plantagen in definierten Gebieten wie dem Bokkeveld-Plateau produzieren.
g.U./PDO (geschützte Ursprungsbezeichnung)
Seit Mai 2021 ist „Rooibos / Red Bush" als erstes afrikanisches Produkt mit der EU-geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U./PDO) (Protected Designation of Origin) versehen. Nur Teeblätter aus bestimmten Regionen im Westkap Südafrikas dürfen diesen Namen tragen.

Was ist Rooibos auf Deutsch?
Rooibos (Aspalathus linearis), oft auch „roter Busch” genannt, ist ein besonderes Naturprodukt aus Südafrika. Als Mitglied der Hülsenfrüchtler-Familie ist es die einzige von 278 Aspalathus-Arten, die gezielt für Tee angebaut wird.
Geschmack und Varianten im Überblick
Rooibos gibt es rot fermentiert, was den vollen, erdigen Ton ergibt, oder grün, wenn er schonend gedämpft wird. Der grüne hat mehr Frische und Grasnoten, bleibt aber immer sanft. Reine Sorten schmecken nach Honig oder Karamell, aromatisierte Versionen mit Vanille, Zitrone oder Mango machen ihn zum Alltagsbegleiter.
Besonders praktisch: Er enthält keine Gerbstoffe, daher zieht er stundenlang ohne Bitterkeit. Viele mischen ihn mit Milch für einen cremigen Effekt oder trinken ihn pur abends, da kein Koffein den Schlaf stört. Kinder und Schwangere lieben ihn wegen der natürlichen Süße.
Grüner vs. roter Rooibos: Geschmacksunterschiede und Nährstoffe
Rooibos kommt in zwei Hauptvarianten daher: dem klassischen roten und dem frischeren grünen. Beide stammen von der gleichen Pflanze aus Südafrikas Cederberg, unterscheiden sich aber stark in Verarbeitung, Aussehen und Genuss. Wer den einen liebt, muss den anderen nicht mögen - sie ergänzen sich eher. Hier ein genauer Blick darauf.
Rooibos: Nur 2 Sorten aber über 50 Mischungen
Der Unterschied in der Herstellung
Roter Rooibos durchläuft eine Fermentation: Nach der Ernte quetschen die Farmer die Blätter, lassen sie oxidieren und trocknen sie in der Sonne. Dadurch entsteht die typische rote Farbe und ein runder Geschmack. Grüner Rooibos hingegen wird direkt nach dem Pflücken gedämpft oder erhitzt, um die Oxidation zu stoppen. Er bleibt grün-gelb und behält mehr ursprüngliche Pflanzenstoffe bei. Das macht ihn leichter und "roh" im Vergleich zum vollmundigen Roten.
Geschmack im direkten Duell
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Roter Rooibos:
Süßlich, nussig, holzig mit einem Hauch von Karamell oder Honig. Die Fermentation rundet ab, er wird nie bitter und lädt zu langen Ziehzeiten ein. Ideal pur oder mit Milch als cremiger Klassiker -
Grüner Rooibos:
Frischer, grasiger, leicht adstringierend wie Grüntee. Er hat eine zarte, pflanzliche Note mit Hauch von Heu oder Gemüse. Weniger süß, dafür knackiger - perfekt für Sommer oder als Basis für Kräuter-Mischungen
In der Tasse zeigt sich das klar: Rot ergibt eine tiefe, mahagonifarbene Brühe, Grün eine helle Goldgelbe. Viele starten mit Rot wegen der Sanftheit, entdecken Grün aber für Abwechslung.
Nährstoffe: Wer punktet hier?
Beide sind koffeinfrei und reich an Antioxidantien, aber Grün hat oft die Nase vorn:
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Antioxidantien:
Grüner Rooibos enthält mehr Aspalathin und Notofagin, da die Fermentation diese Stoffe teilweise abbaut. Sie können Zellen schützen und können entzündungshemmend wirken -
Mineralien:
Beide liefern Magnesium, Eisen, Kalzium und Fluorid. Grün behält durch fehlende Oxidation mehr Vitamine (z. B. C) und Spurenelemente
es existieren nur 2 Rooibos Sorten
Bei reinen Rooibos-Sorten (also ohne Aromen oder Beimischungen) gibt es weltweit hauptsächlich zwei Grundvarianten:
- Roter Rooibos (fermentiert) - Der Klassiker mit süß-nussigem Geschmack
- Grüner Rooibos (unfermentiert) - Frischer und grasiger.
Aber dafür locken bei uns über 50 kreative Rooibos-Mischungen im Sortiment.

Zubereitung und kleine Tricks
Nimm einen Teelöffel pro Tasse und übergieße mit kochendem Wasser, lass 5 bis 10 Minuten ziehen. Eine Glaskanne zeigt die schöne rote Farbe am besten. Für Extraaroma frisch abgießen und mit einem Hauch Honig verfeinern. Im Sommer eist du ihn einfach aus: Über Nacht ziehen lassen, dann kalt servieren mit Minze.
In Südafrika trinkt man ihn traditionell stark und heiß, hierzulande oft als Basis für Teemischungen. Probiere ihn mal mit Orangenschale für eine winterliche Note oder pur, um den Originalgeschmack zu entdecken.
Wie viel Rooibos-Tee darf man am Tag trinken?
Rooibos-Tee ist koffeinfrei und enthält keine Gerbstoffe, die bitter machen, daher gilt er als sehr verträglich.
Wichtig ist die Abwechslung: Ergänze Rooibos mit anderen Tees und vor allem Mineralwasser, damit dein Flüssigkeitsbedarf optimal gedeckt ist. Zwei bis drei Tassen Rooibos pro Tag sind absolut in Ordnung.

Rooibos ist Weltweit beliebt
Rooibos wird vor allem in Südafrika getrunken, wo er als Nationalgetränk gilt - ähnlich wie Bier in Deutschland. Dort trinken ihn Jung und Alt täglich, oft mit Milch und Zucker als "Rooibos mit einem Schuss".
Heute ist er in Deutschland, UK, Niederlande, USA, Japan sowie ganz Europa ein Dauerbrenner, besonders wegen Koffeinfreiheit. In Südafrika stammt er aus den Cederberg-Bergen (nur dort angebaut), von wo er seit den 1930er-Jahren exportiert wird.
Ursprünglich eine Khoikhoi-Tradition in Südafrika, heute globaler Hit.
Warum Rooibos mehr als nur Tee ist
Neben dem Genuss punktet er mit Antioxidantien wie Aspalathin, die Entspannung fördern und die Haut unterstützen können. Studien deuten auf positive Effekte bei Allergien oder Verdauung hin, auch wenn er kein Wundermittel ist. Nachhaltig geerntet aus kleinen Farmen, trägt er zur Erhaltung der Cederberg-Landschaft bei.
Rooibos passt in jede Teeküche und überzeugt Neulinge wie Kenner. Hast du schon eine Favoritenmischung? Teile deine Erfahrungen unten!
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