Nepal ist nicht nur für seine majestätischen Berge bekannt, sondern auch für seine einzigartigen Teegärten, die sich in beeindruckenden Höhenlagen erstrecken. Diese Höhenmeter prägen nicht nur den Charakter des Tees, sondern stellen die Teebauern auch vor besondere Herausforderungen.
Tee aus Nepal wächst in teilweise sehr hohen Höhenlagen
Die Höhenlagen der nepalesischen Teegärten
Nepalesische Teegärten liegen meist zwischen 1.000 und 2.200 Metern über dem Meeresspiegel – einige sogar bis zu 4.000 Metern. Zu den bekanntesten Anbaugebieten zählen Ilam, Dhankuta und Kanyam. Hier einige Beispiele von Teegärten/Region:
- Ilam Tea Estate / 1.300–1.500 Höhenmeter
- Mist Valley Tea / ca. 1.400 Höhenmeter
- Jun Chiyabari (Dhankuta) / 1.650–2.200 Höhenmeter
- Kanyam Tea Estate / bis zu 1.676 Höhenmeter
Die Kombination aus kühlem Klima, mineralreichen Böden und häufigem Nebel schafft ideale Bedingungen für hochwertige Teesorten.
Teeanbau in Nepal kann herausvordernd sein
Die Herausforderungen des Teeanbaus in großer Höhe
Teepflanzen profitieren zwar von den klimatischen Bedingungen in den Bergen, doch der Anbau ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden:
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Kühle Temperaturen:
In höheren Lagen wachsen die Teepflanzen langsamer. Das führt zu geringeren Erträgen, aber auch zu komplexeren Aromen -
Starke Temperaturschwankungen:
Große Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen stressen die Pflanzen, fördern aber die Bildung von Aromastoffen -
Geringere Sauerstoffwerte:
Die dünnere Luft erschwert das Wachstum und verlangt den Pflanzen mehr Anpassungsfähigkeit ab -
Intensive UV-Strahlung:
Erhöhte UV-Werte führen dazu, dass die Pflanzen mehr Polyphenole und Aminosäuren bilden – das macht den Tee geschmacklich intensiver, aber die Pflanzen sind auch anfälliger für Stress -
Steile, schwer zugängliche Hänge:
Die Bewirtschaftung ist arbeitsintensiv, Mechanisierung kaum möglich. Ernte und Transport erfolgen oft in Handarbeit -
Geringere Wasserverfügbarkeit:
Regenwasser fließt an steilen Hängen schnell ab, was eine zusätzliche Herausforderung für die Wasserversorgung darstellt -
Nährstoffarme, steinige Böden:
Die Pflanzen müssen mit wenig Nährstoffen auskommen, was die Pflege erschwert, aber auch die Aromadichte fördert
Warum lohnt sich der Aufwand?
Gerade diese extremen Bedingungen machen den Tee aus Nepal so besonders:
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Intensiver Geschmack:
Die langsame Reife und die Umweltstressoren führen zu einer hohen Konzentration an Aromastoffen und einer besonderen Süße im Tee -
Reinheit und Qualität:
Die dünn besiedelten Höhenlagen und die saubere Luft sorgen für einen besonders reinen Tee -
Nachhaltigkeit:
Viele Teegärten setzen auf biologische und nachhaltige Anbaumethoden, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen
Fazit
Tee aus Nepal bietet einen ganz besonderen Genuss
Der Teeanbau in den Höhenlagen Nepals ist eine Herausforderung, die viel Wissen, Handarbeit und Geduld erfordert. Doch das Ergebnis sind außergewöhnliche Tees, die mit ihrer Aromavielfalt und Reinheit begeistern. Wer einen Tee aus Nepal genießt, schmeckt die Kraft und Schönheit der Himalaya-Berge in jeder Tasse.
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