Georgien Green OP

Artikel-Nr.: NT10837-50

  • weiches, leicht gemüsiges Aroma
  • grasige Anklänge
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Tee-Charakter aus einer besonderen Region

Georgien gehört noch immer zu den eher leisen Stimmen in der Welt des Tees, doch genau darin liegt ein Teil seines Reizes. Zwischen subtropischem Klima, fruchtbaren Böden und einer langen Teetradition entstehen hier Sorten, die neugierig machen. Besonders spannend sind Tees aus dem Westen des Landes, wo sich grüne Hügel bis fast ans Schwarze Meer ziehen.

Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt liegt das Anbaugebiet dieses grünen Tees. Die Plantagen befinden sich nahe des Mtirala Nationalparks, einer Region mit üppiger Vegetation, viel Regen und frischer Meeresluft. Diese Umgebung prägt den Charakter der Teeblätter deutlich. Das Zusammenspiel aus feuchtem Klima, milden Temperaturen und mineralreichen Böden sorgt für ein lebendiges Blattmaterial mit eigenständigem Profil.

Frühlingsernte mit Tradition

Die Teesaison beginnt hier im Mai. Zu dieser Zeit startet die Produktion der grünen Sorten, wenn die jungen Triebe frisch und aromatisch sind. Die wärmeren Monate des Sommers sind später den schwarzen Tees vorbehalten. Dadurch bekommt jede Sorte ihre eigene Erntephase und kann sich unter optimalen Bedingungen entwickeln.

Bei der Verarbeitung orientieren sich die Produzenten an chinesischen Herstellungsmethoden. Diese Herangehensweise bringt Ruhe und Präzision in den Produktionsprozess. Das Ergebnis zeigt sich bereits im trockenen Blatt. Die Blätter wirken auffallend grob gedreht und besitzen einen agavengrünen Farbton, der sofort ins Auge fällt.

Ein Blick auf das Teeblatt

Schon das trockene Blatt vermittelt einen Eindruck von Ursprünglichkeit. Die Struktur ist offen und lebendig, nicht gleichförmig, sondern natürlich gewachsen. Gerade diese etwas rustikale Optik hat ihren eigenen Charme. Sie erzählt von sorgfältiger Handarbeit und einer Verarbeitung, die dem Blatt Raum lässt.

Die Drehung der Blätter erinnert an klassische chinesische Grüntees, bleibt jedoch eigenständig. Statt filigraner Gleichmäßigkeit zeigt sich hier ein kraftvoller, authentischer Stil, der gut zur Landschaft passt, aus der der Tee stammt.

Duft und Charakter in der Tasse

Sobald sich das Blatt entfaltet, entsteht eine frisch duftige Infusion. In der hellgrünen Tasse zeigt sich ein klares, freundliches Farbspiel, das bereits einen ersten Eindruck vom Charakter des Tees vermittelt.

Aromatisch wirkt der Aufguss weich und rund. Leicht gemüsige Noten verbinden sich mit dezenten grasigen Anklängen. Diese Kombination erinnert ein wenig an frische Frühlingsfelder und junge Pflanzen. Gleichzeitig bleibt der Gesamteindruck angenehm mild und zugänglich.

Der Tee wirkt dabei nicht laut oder aufdringlich. Stattdessen entfaltet er eine ruhige, harmonische Aromatik, die Raum für feine Nuancen lässt.

Artikel-Nr.: NT10837-50
Art: Grüner Tee
Zutaten: Grüner Tee
Zubereitung: 2-3 Min. 75°-80°C 4-5 gestrichene Teelöffel/Liter
Lebensmittelunternehmer: Nibelungentee - internet-connect GmbH - Prinz-Carl-Anlage 22 - 67547 Worms
Eigenschaften: Grüner Tee Loser Tee Ohne Aromastoffe Sortenreiner Tee Grasig

Häufig gestellte Fragen

In Georgien wird seit dem späten 19. Jahrhundert Tee angebaut - genauer gesagt seit 1893. Damals brachte der chinesische Agronom Lao Jin Jao auf Einladung des georgischen Fürsten Michail Eristawi Teepflanzen aus China in das westgeorgische Gebiet rund um Batumi. Dort herrschen subtropisches Klima, reiche Niederschläge und fruchtbare Böden - perfekte Bedingungen für den Teeanbau.

Während der Sowjetzeit erlebte die Teeproduktion in Georgien einen regelrechten Boom: In den 1980er-Jahren war das Land einer der größten Teeproduzenten der UdSSR. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brach der Markt jedoch ein. Erst in den letzten Jahren erlebt georgischer Tee ein Revival – kleinstrukturierter, handwerklicher und oft biologisch angebaut. Heute gilt er wieder als echter Geheimtipp für Teeliebhaber.

Georgien ist vor allem für seinen Schwarztee bekannt, der durch seine würzige, manchmal leicht malzige oder fruchtige Note geschätzt wird. Daneben werden auch grüne Tees hergestellt – oft etwas kräftiger im Geschmack als ihre asiatischen Verwandten. Viele Tees sind als „OP“ (Orange Pekoe) klassifiziert, was auf die Blattgröße und -struktur hinweist.

Traditionell wird Tee in Georgien per Hand gepflückt und verarbeitet, insbesondere von kleinen Bauern und Kooperativen. Der Fokus liegt heute zunehmend auf naturnaher oder biologischer Landwirtschaft, und viele Tees wachsen sogar halbwild in ehemaligen Plantagen oder in Mischkulturen. Die Verarbeitung erfolgt häufig schonend und handwerklich, wodurch die charakteristische Aromatik bewahrt wird.

Ein wilder Teebusch bezeichnet eine Teepflanze, die nicht in einer klassischen Plantage kultiviert, sondern natürlich oder halbwild in der Natur wächst - oft in abgelegenen, schwer zugänglichen Regionen. Diese Sträucher sind meist älter, größer und robuster als ihre kultivierten Verwandten und wachsen ohne menschliches Eingreifen oder nur mit minimaler Pflege.

Die wichtigsten Merkmale wilder Teebüsche:

  • Natürliches Wachstum: Keine regelmäßige Beschneidung, kein Dünger oder Pestizideinsatz.
  • Tiefe Wurzeln: Sie reichen oft weit in den Boden und nehmen mehr Mineralien auf - was sich im Geschmack zeigt.
  • Aromatische Vielfalt: Wildtees schmecken oft komplexer, mit erdigen, fruchtigen oder blumigen Nuancen.
  • Begrenzte Verfügbarkeit: Da wilde Teebüsche nicht systematisch angebaut werden, sind diese Tees meist seltener und exklusiver.

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