Darjeeling

Im Nordosten von Indien, an der Grenze zu Bhutan und Nepal liegt der Distrikt Darjeeling. Benannt nach dem Bergdorf Darjiling.

An den Hängen des südlichen Himalaya wird dort in bester Sonnenlage der sogenannte Darjeeling Tee angebaut. Da sich die Anbauhänge in extremen Höhen von 1500 bis 2000 Metern befinden wachsen die Pflanzen langsamer als im Tiefland. Deshalb wächst hier nicht die Teepflanze Camellia assamica, sondern Ihre Schwester, die chinesische Teepflanze Camellia sinensis. Die ist unempfindlicher und langsames Wachstum gewohnt.

Das langsame Wachstum und die intensive Sonneneinstrahlen lassen einen hoch-aromatischen und nuancen-reichen Tee gedeihen. Der Tee wird behutsam mit der Hand gepflückt, so daß die ganzen Blätter erhalten bleiben. Der Darjeeling gehört zu den edelsten Tees der Welt und wird sogar des öfteren als Champagner unter den Tees bezeichnet.

Beim Darjeeling Tee unterscheidet man drei Haupt-Erntezeiten: den first flush, den second flush und den autumnal. Der First Flush wird im Frühjahr geerntet und ergibt einen zarten, hocharomatischen Tee. Im Sommer wird der Second Flush gepflückt. Er ist kräftiger als der Frühlingstee. Im Herbst erntet man den Autumnal, der am wenigsten Gerbsäure besitzt. Der sogenannte Inbetween wir zwischen Frühjahr und Sommer gepflückt um bewegt sich geschmacklich auch zwischen dem First und dem Second Flush Tee.

Bei der Zubereitung von Darjeeling sollte man weiches Wasser verwenden und das Wasser nach dem Aufkochen auf 90 bis 95 Grad abkühlen lassen. Erst dann gießt man es über den Tee. Den First Flush Darjeeling sollte man wegen des feinen Aromas nur 2 bis 3 Minuten ziehen lassen. Der kräftigere Second Flush und der Autumnal Darjeeling vertragen 3 bis 4 Minuten.