Eine Teekanne ist ein bauchiges, selten auch rundes Gefäß aus Silber, Messing, Eisen, Steingut, Porzellan oder Glas, in dem Tee zubereitet, warmgehalten, transportiert und serviert werden kann. Von ihrer „großen Schwester“, der Kaffeekanne, unterscheidet sich die Teekanne durch drei besondere Merkmale:
Farbstoffe und Aromen, die aus den aufgegossenen Teeblättern entweichen und
die Neigung haben, am Boden zu bleiben, können sich gleichmäßiger über das
gesamte Wasser verteilen als bei einer schlanken Kanne.
Der
Einfüllstutzen der Teekanne ist sehr viel tiefer, oft sogar ganz unten an
den Kannenkörper angebracht, um die im unteren Teil der Kanne konzentrierten
Farbstoffe und Aromen als erstes in das Trinkgefäß gießen zu können. Es ist in
der Regel ein Sieb eingebaut, die die aufgebrühten Teeblätter beim Ausgießen
zurückhält.
Ist die erste urkundliche Erwähnung von Tee in China auf
das Jahr 219 v. Chr. datiert, tauchen eigens für die Teezubereitung hergestellte
Kannen aus Silber und Messing erst in der Mingdynastie auf, teilweise auch schon
mit unter der Kanne angebrachten Vorrichtungen zum Erhitzen des Wassers
(Samowar). Die bis dahin übliche Teezubereitung direkt in einer Trinkschale
weicht der Zubereitung in einer Teekanne. Durch den zunehmenden Teehandel
gelangen die bauchigen Kannen bald nach Europa und erfreuten sich großer
Beliebtheit.
Als Serviergefäß stehen Teekannen naturgemäß im Blickpunkt und fordern regelrecht das künstlerische Design heraus. So gibt es sie in den verschiedensten Farben, Formen und Größen, rein sachlich-funktionell oder auch figürlich-kitschig mit allen Variationen dazwischen.

Teekanne



















