Sencha kann schon als die Urform des grünen Tees bezeichnet werden. 75% des in Japan produzierten und getrunkenen Tees ist Sencha. Er hat einen markanten, frischen Geschmack und sehr lange, gleichförmige und smaragdfarbene Blätter.
Der Name bezieht sich nicht auf ein Anbaugebiet, denn anders als bei schwarzem Tee werden die grünen Tees nach ihrer Verarbeitungsmethode benannt. Er wird in Japan vor allem am Fuß des Fudschijama hergestellt, aber auch in Taiwan und China.
Sencha bedeutet übersetzt gedämpfter Tee. Ursprünglich wurde er durch Röstung der Blätter hergestellt. Heute wird er meistens mit heißem Dampf behandelt und dann mit heißer Luft vorgetrocknet, bevor er in Eisenpfannen geröstet wird, um ihm die letzte Feuchtigkeit zu entziehen. Danach werden die Blätter gerollt und getrocknet, bis sie ein längliches, nadelförmiges Aussehen haben.
Sencha gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen. Sie ist abhängig von dem Zeitpunkt der Ernte und der verwendeten Blätter. Die erste Ernte des Jahres wird im April eingeholt. Dieser Sencha wird auch als Shincha bezeichnet und zeichnet sich durch seinen hohen Vitamin-C Gehalt und einen süßlichen Geschmack aus. Er hat eine sehr gute Qualität, ist aber außerhalb Japans kaum zu bekommen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Tee umso hochwertiger ist, desto dunkler und länger die Blätter sind.
Der Geschmack des Senchas variiert je nach Anbaugebiet. Der japanische Sencha hat ein frisches, grasiges, leicht süßliches Aroma, chinesischer dagegen schmeckt ein wenig nach Stroh und erinnert an Heu und frisches Gras.
Wie alle grünen Tees sollte er nicht mit kochendem, sondern mit 70-90 °C heißem Wasser aufgebrüht werden und 2-3 Minuten ziehen.

Sencha
























